Arbeitsgruppe Dehnungseffekte in korrelierten elektronischen Phasen


Leiter: Dr. Anna Böhmer

In vielen interessanten Materialien sind die elektronischen Eigenschaften, die auf der Wechselwirkung der Elektronen beruhen, eng mit den strukturellen Eigenschaften des Kristallgitters verbunden. Wir nutzen diese Verbindung, um die elektronischen Eigenschaften eines Materials über das Kristallgitter zu manipulieren. Als einfachsten Weg dazu verwenden wir die unterschiedliche thermische Ausdehnung zwischen einer Probe und einem Substrat. Zum Beispiel werden nicht-supraleitende Proben aus Co-dotiertem CaFe2As2 supraleitend, wenn sie auf ein Glasplättchen aufgeklebt werden [1]. Des Weiteren nutzten wir Piezoaktoren um eine uniaxiale Deformierung zu erzeugen. Die Änderung des elektrischen Widerstands, die durch eine solche Deformierung induziert wird, der sogenannte Elastowiderstand, ist dabei besonders interessant. Er wird zum Beispiel verwendet, um die nematische Suszeptibilität von eisenbasierten Supraleitern zu untersuchen.

Verschiebung des Phasendiagramms von Ca(Fe1-xCox)2As2 ausgelöst durch biaxiale Dehnung. Bei hohem Co-Gehalt induziert die Dehnung Supraleitung in einem eigentlich nicht-supraleitenden Material [1].

 

Ausgewählte Veröffentlichungen


(1)   A. E. Böhmer et al., Phys. Rev. Lett. 118 (2017) 107002
(2)   P. Wiecki et al., Phys. Rev. B 98 (2018) 20507
(3)   M. Chinotti et al., Phys. Rev. B 98 (2018) 94506
(4)   A. E. Böhmer et al., Phys. Rev. B 100 (2019) 64515

 

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